Echternach Marathon 2004

Marathon 2004 in Echternach

Um 7:30 gehe ich in den Garten und schaue nach ob Frank schon wach ist, er will uns zum Echternach-Marathon mitnehmen. Ich sehe Licht und bin beruhigt.

Laut Dorfgerüchten soll er letztes Jahr den Start verschlafen haben.

Um 8:00 bin ich reisefertig, kurz überlegen ob ich an alles gedacht habe:

  • Pflaster für die Brustwarzen abzukleben
  • Regenjacke für den Lauf
  • Mütze
  • Startnummern
  • Wasserflasche (bis zum Start will ich 1,5l trinken)
  • Draußen vor der Tür treffe ich Frank, er sitzt schon im Auto.
  • Gisela macht noch schnell ein Bild und ab geht’s.

    Im Dorf ist Mario schon mit dem Rad zu Ralf unterwegs. Die beiden wollen mit dem Rad nach Echternach um die Hetzerather Läuferinnen und Läufer anzufeuern.

    In Schweich holen wir Werner, meinen M-Trainingskollegen ab und fahren nach Sirzenich.

    Da es noch sehr früh ist kocht uns Wolfgang einen Tee, Birgit macht noch ein Bild und ab geht’s nach Echternach. Mit Werner und Wolfgang habe ich mich 6 Wochen lang auf den Marathon vorbereitet.

    5 Minuten vor dem Start fängt es an zu regnen und wir stellen uns bei den Zeitnehmern unter. Letzter Stand: 814 Starter für den Marathon. Frank haben wir aus den Augen verloren, er wollte alleine laufen. Die drei Hetzerather 10-Meilen Läuferinnen Birgit, Carmen und Claudia haben wir auch noch nicht gesehen. Wir laufen die ersten 16 km zusammen.

    Pünktlich um 10:00 knallt der Startschuss und wir mogeln uns von unserem Unterstellplatz unter die Läufer. Wolfgang und Werner kontrollieren die ersten km ziemlich exakt, dass wir nicht zu schnell laufen und wir finden bald unseren 5:15 bis 5:20 er Rhythmus. Bei km 4 grüßen die ersten Hetzerather Fans: Ralf und Mario. Nachdem wir zweimal den Echternacher Stausee umrundet haben sind die Damen im Ziel und wir laufen auf der Landstraße Richtung Bollendorf an der Sauer entlang. Bei km 18 kommen uns schon die Spitzenläufer entgegen und wir haben noch 3 km bis zur Wendemarke. An der Wendemarke km 21.1 bin ich 386ter.  Der Regen hat schon länger nachgelassen, wir versorgen uns mit Bananen, Wasser und Vitamingetränken und sind gut drauf. Kurz vor Echternach treffen wir auch Frank, der noch zur Wendemarke laufen muss. Auf dem Fahrradweg durchlaufen wir Echternach Richtung Rosport. In Steinheim haben die Geichlinger Läufer einen Versorgungsstand mit Bananen, Apfelsinen, Wasser, Isostar, Cola, mit guter Musik und begeisterten Zuschauer inszeniert. So langsam verstummen unsere Gespräche und die Sprüche werden weniger, wir nähern uns dem letzten Wendepunkt in Rosport, jetzt sind es nur noch 7 km. Bei km 36 muntern uns unsere Frauen nochmals auf und wir bleiben bis km 38 zusammen, dann fällt Wolfgang zurück und Werner und ich laufen den 5:20 Schnitt weiter und die letzten beiden km sogar noch schneller (in 10 Minuten).

    Im Ziel war ich müde und froh. Diesmal hatte ich meine Kräfte richtig eingeteilt, eine gute Vorbereitung zahlt sich aus.

    Den Veranstaltern ein herzliches Dankeschön für die gute Verpflegung und Betreuung.

    Einen herzlichen Glückwunsch an Frank, der seinen ersten Marathon mit minimalem Training und unter Beibehaltung seiner Lebensgewohnheiten hervorragend bewältigt hat.

    Einen weitern Dank meinen beiden Lauffreunden Wolfgang und Werner für die unterhaltsamen Trainingsläufe im Meulenwald und an der Mosel.

    Gerhard